Natürlicher Wasserstoff – auch bekannt als weißer oder „goldener“ Wasserstoff – rückt weltweit zunehmend in den Fokus von Forschung und Industrie. Er entsteht durch natürliche geologische Prozesse im Untergrund und könnte, sofern wirtschaftlich nutzbare Lagerstätten existieren, eine zusätzliche kohlenstoffarme Wasserstoffquelle darstellen. Seit der Entdeckung eines wasserstoffreichen Gasvorkommens in Mali, das seit 2011 zur Stromversorgung eines nahegelegenen Dorfes genutzt wurde, rücken die Potenziale von weißem Wasserstoff verstärkt in den Blickpunkt – auch bedingt durch die weltweit verzögerte Markteinführung von grünem Wasserstoff.
Trotz der zunehmenden Erkenntnisse bestehen weiterhin große Unsicherheiten:
- Gibt es tatsächlich abbauwürdige Vorkommen?
- Lässt sich geologischer Wasserstoff zuverlässig und in größerem Maßstab fördern?
- Mit welchen Kosten sind Gewinnung und Aufbereitung verbunden?
- Welche Rolle könnte er realistisch in klimaneutralen Energiesystemen spielen?
Die Veranstaltung beleuchtet den aktuellen Wissensstand – von der Bildung und Ansammlung im Untergrund über wirtschaftliche Perspektiven bis hin zu möglichen Anwendungen und regulatorischen Herausforderungen. Expertinnen und Experten diskutieren, ob natürlicher Wasserstoff eine sinnvolle Ergänzung zu grünem Wasserstoff sein kann, welche politischen Rahmenbedingungen die Exploration unterstützen können und welche weitere Forschung erforderlich ist, um sein Potenzial fundiert zu bewerten.
Wir teilen unsere Erkenntnisse und offenen Fragen mit Ihnen und laden Sie ein, über das Potenzial dieser möglichen neuen Energiequelle zu diskutieren.
Wir freuen uns auf Impulse von:
- Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie/ESYS-Direktorium
- Dr. Berit Erlach | acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
- Miriam Borgmann | acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
- Dr. Peter Klitzke | Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
- Dr. Peter Achtziger-Zupančič | Fraunhofer IEG
- Dr. Jürgen Grötsch | Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nürnberg, GeoZentrum Nordbayern